Seit 1992
Unsere Geschichte
Der KSV Trenk ist mehr als ein Verein — ein Ort, an dem Freundschaften entstehen, Sport gefeiert wird und die kroatische Gemeinschaft in Augsburg zusammenwächst.
Geschichte
Eine Reise durch die Zeit
1992
Der Anfang unserer Geschichte
Unsere Geschichte begann 1992, als Kegler kroatischer Herkunft, die damals im slowenischen Verein KK Drava Augsburg spielten, die Initiative zur Gründung eines eigenen Vereins ergriffen. Zu ihnen gehörten Mihael Madunić, Mato Maslać, Marija und Milan Golik, Ivo Perkunić, Ružica und Marijan Ceković, Ivo Kapčević und Josip Dioši. Bald stieß Herr Pejo Aračić dazu, der erster Vorsitzender des Vereins werden sollte.
Am 21. November 1992 war klar, dass Trenk mehr als ein gewöhnlicher Verein werden würde. Er wurde als Hrvatsko športsko društvo Trenk Augsburg eingetragen, und bereits bei den ersten Versammlungen wurde deutlich gemacht: Der Verein sollte keine politische Organisation sein, sondern sich ausschließlich dem Sport und der humanitären Arbeit widmen.
1992 – 1996
Die humanitäre Mission wächst
Neben den sportlichen Erfolgen war der Verein von Anfang an auch humanitär ausgerichtet. Während des Kroatienkriegs organisierte das HŠD Trenk zahlreiche Hilfsaktionen für Kroatien: Es wurden Mittel für den Kauf eines Lastwagens zum Transport von Hilfsgütern gesammelt und Familien in Not finanziell unterstützt.
Das bedeutendste Beispiel war die Patenschaft für zwei Mädchen aus Staro Petrovo Selo, die ihre Eltern verloren hatten. Die Beiträge der passiven Mitglieder flossen vollständig in die Hilfe für die alte Heimat.
1997
Der Beginn der Fußballgeschichte
Der Fußball – die wichtigste Nebensache der Welt – fand 1997 seinen Platz in unserem Verein, als die Initiative zur Gründung einer Fußballabteilung ergriffen wurde.
Unter der Leitung von Herrn Ivica Borić nahm die Idee schnell Gestalt an, und die erste Fußballsaison des KSV Trenk war 1997/98.
In dieser ersten Saison zeigten unsere Spieler, „von der Straße” zusammengekommen, unglaublichen Willen und erreichten einen soliden 8. Platz in der C-Klasse.
1999 – 2001
Rascher Aufstieg in die Kreisklasse
Bereits in der Saison 1999/00 wurde der Verein durch neue Spieler verstärkt, unter denen Zdravko Čakalić und einige weitere erfahrene Spieler herausstachen. Die Saison endete auf dem 2. Platz, und das Qualifikationsspiel für den Aufstieg ging unglücklich verloren.
Die Saison 2000/01 brachte einen historischen Erfolg: Mit 23 Siegen, einem Unentschieden und ohne eine einzige Niederlage sicherte sich die Mannschaft den ersten Platz und den Aufstieg in die Kreisklasse. Einen großen Anteil daran hatten neben dem bereits erwähnten Čakalić auch Zoran Vidović, Ivan Titlić und Goran Jerković — erfahrene Spieler, die den Verein zu Saisonbeginn verstärkt hatten.
2002 – 2005
Goldene Jahre: Trenk in der Kreisliga
Getragen vom Erfolg der Vorsaison gelang derselben Mannschaft ein weiteres großes Kunststück: Erneut vom ersten Platz aus erkämpfte sie den Aufstieg in die Kreisliga. Die erste Saison in dieser Liga war voller Höhen und Tiefen, der Klassenerhalt gelang erst am letzten Spieltag mit einem Sieg gegen den TSV Kriegshaber.
Die Saison 2003/04 bleibt die erfolgreichste in der Geschichte des Trenk: Der Verein belegte einen hervorragenden 7. Platz — vor historisch bedeutenden Augsburger Vereinen wie dem SV Hammerschmiede und der TG Viktoria.
Leider endete 2005 die Geschichte des Trenk in der Kreisliga. Die Saison schloss auf dem letzten Platz ab, was den Abstieg in die Kreisklasse bedeutete. Nachdem einige der wichtigsten Spieler den Verein verlassen hatten, konnte Trenk gegen die stärkeren Vereine nicht mehr auf Augenhöhe mithalten. Dieser Abschnitt bleibt dennoch als etwas Besonderes und Wertvolles in Erinnerung.
2006 – 2011
Abstieg und neuer Kampf
Nach der erfolgreichen Zeit durchlief unser Verein bedeutende Veränderungen. Erfahrene Spieler verließen die Mannschaft, was den Abstieg in eine niedrigere Liga zur Folge hatte. Trotz aller Schwierigkeiten blieben Zusammenhalt und Kampfgeist das Markenzeichen des Trenk. Der Verein wurde bekannt als Gemeinschaft mit großem Herzen und unermüdlichem Einsatz, die immer alles gibt — ganz gleich unter welchen Umständen.
Nach nur einer Saison in der Kreisklasse stieg Trenk in die A-Klasse ab, wo er die folgenden fünf Spielzeiten blieb. In dieser Zeit hatte der Verein zweimal die Chance, über die Relegation zurückzukehren, doch der Aufstieg gelang leider nicht. Die Beharrlichkeit zahlte sich schließlich 2012 aus: Die Mannschaft belegte den zweiten Platz und sicherte sich nach fünf Jahren in der A-Klasse die Rückkehr in die Kreisklasse.
2013 – 2019
Höhen und Tiefen in der Kreisklasse
Von 2013 bis 2020 spielte unser Verein in der Kreisklasse und erlebte dabei deutliche Höhen und Tiefen. Die ersten beiden Spielzeiten in der höheren Liga verliefen ausgesprochen erfolgreich und zeigten das wahre Potenzial der Mannschaft. In der ersten Saison erreichten wir den 5. Platz — eine große Überraschung und ein starkes Ergebnis für einen Aufsteiger. Die folgende Saison 2013/14 war noch spannender: Uns fehlten nur drei Punkte zur Relegation um den Aufstieg in die Kreisliga.
In den Jahren danach wurde die Lage schwieriger. Der Abstiegskampf wurde zur Realität, und in der Saison 2018/19 sicherten wir den Klassenerhalt erst am letzten Spieltag. Die Saison 2019/20 brachte eine gewisse Stabilität mit einer Mannschaft im Tabellenmittelfeld, doch der Spielbetrieb wurde nach 17 Spielen wegen der Corona-Pandemie abrupt abgebrochen. Die Pandemie brachte Ungewissheit und beendete unsere Hoffnungen auf weiteren Fortschritt.
2020 – 2022
Schwere Zeiten und Herausforderungen
Die Corona-Pandemie brachte eine der größten Herausforderungen in der Geschichte des Trenk. Wegen der Gesundheitsmaßnahmen und der Aussetzung des Spielbetriebs war der Verein zu einer Zwangspause gezwungen, was eine Reihe negativer Folgen nach sich zog. In dieser Zeit verloren wir unseren Platz in der Kreisklasse, und die fehlende Aktivität führte zum Verlust des Stadions, das wir jahrelang genutzt hatten.
Neben dem sportlichen Kampf mussten wir auch große Verluste bei Spielern und Sponsoren hinnehmen, die ihre Unterstützung aufgrund der schwierigen Lage einstellen mussten. Der Verein stand vor dem Aus, konfrontiert mit Herausforderungen, die nahezu unüberwindbar schienen.
Trotz allem ließen der Geist des KSV Trenk und der Zusammenhalt unserer Mitglieder und Vereinsfreunde nicht nach. Diese schweren Zeiten wurden zu einer Erinnerung daran, wie wichtig Gemeinschaft ist und welche Leidenschaft wir alle für den Verein empfinden.
2022 – 2023
Rückkehr und Neuanfang
Mitte 2022 erlebte der KSV Trenk seinen Neuanfang: Der Verein wurde dank der großen Unterstützung von Vereinsfreunden reaktiviert, wobei Romeo Divković und Davor Ivanović eine wichtige Rolle spielten und den Wiederaufbau nach den herausfordernden Pandemiejahren anführten. In dieser Zeit wurde auch ein neues Stadion gesichert, das in dieser Saison zum Zuhause unseres Vereins wurde.
Die Saison 2022/23 begann mit Spielern, die größtenteils von Fußballplätzen in ganz Augsburg kamen, aber auch mit der Rückkehr einer beachtlichen Zahl ehemaliger Spieler, die dem Verein trotz aller Schwierigkeiten treu geblieben waren. Das Traineramt übernahm in dieser Saison Stjepan Mikolić, der trotz eines schmalen Kaders einen außergewöhnlichen Erfolg erzielte und die Saison auf dem 7. Platz beendete — ein Fundament für die weitere Entwicklung des Vereins.
2023 – 2024
Veränderungen, Prüfungen und die Rückkehr zur Gemeinschaft
In die Saison 2023/24 startete der Verein mit großen Ambitionen und verpflichtete einen neuen Trainer, um die Entwicklung voranzutreiben. Trotz aller Bemühungen blieb der erhoffte Fortschritt leider aus.
Das Traineramt übernahm daraufhin der bisherige Co-Trainer Ivica Tabak, der die Mannschaft in den letzten vier Spielen der Hinrunde betreute und zwei überzeugende Siege einfuhr — und damit Hoffnung und Motivation zurückbrachte.
Im Januar 2024 besann sich der Verein auf seine Wurzeln und verpflichtete den ehemaligen Spieler Marko Tomić als Trainer, mit dem Ziel, den Verein wieder näher an unsere Gemeinschaft in Augsburg zu rücken. Unter Trainer Tomić erlebte der Verein im Frühjahr 2024 eine positive Wende mit neuem Enthusiasmus. Die Saison endete schließlich auf dem 8. Platz und legte damit ein solides Fundament für den weiteren Fortschritt.
2024 – 2025
Ambitionen, Veränderungen und ein starker Abschluss
Der KSV Trenk startete mit ehrgeizigen Plänen und dem klaren Ziel eines Angriffs auf die Tabellenspitze in die Saison 2024/25. In der Hinrunde zeigte die Mannschaft unter Trainer Marko Tomić Stabilität und Konstanz und kassierte nur eine einzige Niederlage; 4 Siege und 7 Unentschieden reichten für eine sichere Position im Mittelfeld der Tabelle.
Parallel zum sportlichen Ergebnis erlebte der Verein einen starken Aufschwung abseits des Platzes. Die Spiele waren deutlich besser besucht, immer mehr Kroaten aus Augsburg kamen wieder zum Trenk, und der Verein stärkte seine Verbindung zur Gemeinschaft. Auch die Zahl der Sponsoren wuchs erheblich, und in den sozialen Medien gab es einen Rekordzuwachs, was das Image des Vereins zusätzlich festigte. Höhepunkt dieser Zeit war die Unterzeichnung des größten Sponsorenvertrags der Vereinsgeschichte mit der Deutschen Bahn.
Ende 2024 trat Trainer Marko Tomić von seinem Amt als Cheftrainer zurück. Anfang 2025 kehrte Stjepan Mikolić auf die Bank zurück, stabilisierte die Mannschaft und hob das Niveau des Spiels weiter an. Unter seiner Leitung gelang dem Trenk eine starke Ergebnisserie, und die Saison endete auf dem 5. Platz mit einer Bilanz von 7 Siegen, 2 Unentschieden und 3 Niederlagen — eine Bestätigung des sportlichen Fortschritts.
Heute
Über 100 Mitglieder
Über die Jahrzehnte hat sich der KSV Trenk zu einem Verein mit klaren Werten entwickelt: Fairplay, Sportsgeist und gegenseitiger Respekt. Auf dem Platz streben wir nach Erfolg — daneben pflegen wir den Zusammenhalt und einen Raum, in dem sich jeder zugehörig fühlen kann.